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Kaffee

Kaffee hat eine lange Kulturtradition. Die Wirkungen von Kaffee auf den Organismus werden in der Schulmedizin kontrovers diskutiert.

Coffea arabica

Die beiden wichtigsten Arten der Kaffeepflanze sind Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und Coffea canephora (Robusta) mit vielen Sorten/Varietäten. Sie gehören zu der Familie der Rubiaceae. Dies sind Rötegewächse, auch Krapp- oder Kaffeegewächse genannt, und stellen eine der größten Familien der bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta) mit etwa 500 bis 619 Gattungen und etwa 7000 Arten dar.Die Kaffeepflanzen sind bis zu 4 m hoch werdende Sträucher mit weißen Blüten. In den Plantagen schneidet man sie auf eine geringere Höhe zurück. Die Früchte der Gattung C. arabica werden 9 bis 11 Monate nach der Befruchtung reif, die der C. robusta 6 bis 8 Monate danach. Die sich bildenden Steinfrüchte wechseln ihre Farbe bei der Reifung von grün über gelb nach rot und enthalten zwei Samen, die Kaffeebohnen, enthalten. Die Kaffeebohnen sind in der Frucht von einem sogenannten Silberhäutchen und darum von einem sogenannten Pergamenthäutchen umgeben. Kaffee-Sträucher benötigen ein ausgeglichenes Klima ohne Temperaturextreme, ohne zu viel Sonnenschein und Hitze. Die Anbaugebiete liegen dementsprechend zwischen den Wendekreisen, bei Arabica-Kaffee in Höhen von etwa 600 bis 1200 m über NN., bei Robusta-Kaffee zwischen 300 und 800 m über NN. Hochlandkaffees der Sorte Arabica haben eine besonders hohe Qualität.

Es wird angenommen, dass die Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens das Ursprungsgebiet des Kaffees ist. Dort wurde er bereits im 9. Jahrhundert erwähnt. Von dort aus gelangte der Kaffee vermutlich im 14. Jahrhundert durch Sklavenhändler nach Arabien. Der Kaffeeanbau brachte Arabien eine Monopolrolle ein. Um 1710 gelangten mehrere Exemplare von Kaffesorten nach Europa, wo in Amsterdam erstmals Kaffeesträucher auf europäischem Boden gezogen wurden. Danach brachten Holländer den Kaffee nach Surinam, die Franzosen nach Cayenne, und Martinique wie Guadeloupe und die Portugiesen nach Brasilien. Inzwischen wird Kaffee in den Regionen weltweit entsprechend seinen Temperaturanforderungen angepflanzt.In der Schulmedizin wird die Wirkung auf den Organismus wie Herz-/Kreislaufsystem, auf den Stoffwechsel oder auf die Konzentrationsfähigkeit kontrovers diskutiert.

Die klinischen Studien zeigen positive wie negative Effekte. In der 1671 von Antonius Faustus Naironus in seinem Buch De saluberrima potione cahve zu Papier gebrachten Legende soll Hirten aus der äthiopischen Region Kaffa aufgefallen sein, dass ein Teil der Ziegenherde, der von einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten gefressen hatte, bis in die Nacht hinein munter umhersprang, während die anderen Tiere müde waren. Als ein abessinischer Hirte selbst die Früchte des Strauchs probierte, stellte auch er bei sich eine belebende Wirkung fest. Diese belebende Wirkung zieht sich als ein wirksamer Effekt bis dato durch die Untersuchungen des Kaffees. In der Homöopathie werden die von der Samenschale weitgehend befreiten, reifen, getrockneten, ungerösteten Samen des Kaffeestrauchs verwendet. Hauptanwendungsgebiete sind hier Schlafstörungen und Neuralgien.