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Rheuma von A-Z – Sehnenscheidenentzündung

Die Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündung, auch Tendovaginitis genannt, gehört wie die Schleimbeutelentzündung zu den Erkrankungen des Gleitgewebes. Dieses umfasst Sehnen, Sehnenscheiden und Schleimbeutel. Die Sehnenscheidenentzündung äußert sich in Bewegungs-, Belastungs- und Druckschmerz. Außerdem kann es zu Schwellung, Rötung und Überwärmung kommen. Bei der Tendovaginitis crepitans ist zusätzlich bei jeder Bewegung ein Reibe- und Knirschgeräusch zu hören, als ob man durch frischen Pulverschnee gehen würde (crepitans bedeutet knirschend.) Bei knotigen Verdickungen der Sehne oder Verengung der Sehnenscheide spricht man von einer Tendo vaginitis stenosans (stenosans bedeutet einengend).

Was sind die Ursachen?

Meist werden chronische Überlastungen im Beruf oder Fehlbelastungen bei ungewohnten Freizeittätigkeiten für eine Sehnenscheidenentzündung verantwortlich gemacht. Sie beruht auf akuten oder chronischen Mikroverletzungen des Sehnengewebes. Auch Durchblutungsstörungen und psychosoziale Stressfaktoren werden als Ursachen diskutiert.

Moderne Homöopathie bei Sehnenscheidenentzündung

Medikamente zum Einnehmen

Neben dem Entzündungs- und Schmerzmittel Traumeel kommen als Basistherapie Discus compositum Tropfen zur Anwendung. Als Ausleitungsmittel empfiehlt sich die konsequente Verabreichung von Lymphomyosot Tropfen. Symptombezogen kommen Apis-Homaccord Tropfen, Arnica Tropfen, Bryaconeel Tabletten oder Rhododendroneel Tropfen in Betracht. Bei Tendovaginitis crepitans oder stenosans sind Graphites-Homaccord Tropfen angezeigt. Zeel compositum Tabletten haben sich besonders bei entzündlichen Veränderungen der langen Sehnen, zum Beispiel der Bizepssehne, bewährt. Zur örtlichen Behandlung stehen Traumeel Salbe, Arnica-Salbe-Heel, die Lymphdrainagesalbe Lymphdiaral Drainagesalbe oder das Beinwellpräparat Infiossan-Lösung zur Verfügung.

Injektionsbehandlung durch den Therapeuten

Neben den angeführten Mitteln Traumeel, Discus compositum, Zeel compositum, Graphites-Homaccord und den Katalysatoren des Zellstoffwechsels wie Ubichinon compositum und Coenzyme compositum sollte an Einzelmittel-Injeele wie Symphytum, Ruta, Arnica, Bryonia und andere gedacht werden. Diese Präparate können zusammen mit Lymphomyosot auch als Auto-Sanguis-Stufentherapie verabreicht werden.

Weitere Therapien bei Sehnenscheidenentzündung

Die lokale Einspritzung von homöopathisierter Ameisensäure, Lymphmitteln wie Lymphomyosot und eventuell örtlichen Betäubungsmitteln erweist sich in vielen Fällen als sehr effektiv. Auch Neuraltherapie und Akupunktur können sehr hilfreich sein. Lymphdrainage kann empfohlen werden. Neben Ruhigstellung durch Schienen und Schonung wirken örtliche Kälteanwendungen entzündungshemmend und  schmerzlindernd. In hartnäckigen Fällen sind Iontophoresen mit zum Beispiel Traumeel Salbe, TENS und andere physikalisch-elektrische Verfahren angezeigt. Ebenso können Blutegel, Cantharidenpflaster, Schröpfen oder Baunscheidtieren helfen.

Tipps für den Alltag

Einseitige Über- und Fehlbelastungen sollten insbesondere in der Freizeit vermieden werden. Feuchte Umschläge und örtliche Kälteanwendungen sind empfehlenswert, da sie der Entzündung entgegenwirken. Psychosoziale Stressfaktoren sollten – soweit möglich – ausgeschaltet oder durch Entspannungsverfahren kompensiert werden.


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