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Schwangerschaft – Gesundheitstipps für Mutter und Kind - Kapitel III

Heißhunger auf saure Gurken?

Fast alle Schwangeren verspüren hin und wieder überraschende Gelüste auf Nahrungsmittel, die ihnen zuvor nicht viel bedeuteten – oder aber spontane Abneigungen gegen langjährige Lieblingsspeisen. Das ist normal und legt sich wieder. Solche Gelüste können meist auch ohne Bedenken befriedigt werden. Nur bei regelrecht ungesundem Verlangen, zum Beispiel nach großen Mengen Sahnetorte, sollte man sich etwas bremsen.

Salzarme Kost ist mittlerweile passé

Der Rat, Schwangere sollten sich salzarm ernähren und wenig trinken, um Wassereinlagerungen im Gewebe zu minimieren, ist rund 100 Jahre alt und wird heute wieder in Frage gestellt. Heute ist die Empfehlung für Schwangere eine schmackhaft gesalzene Kost. Und ein gewisses Maß an Wassereinlagerung im Gewebe gilt als normal. Dauerhaft geschwollene Arme und Beine aber sollten medizinisch abgeklärt werden.

Pausenzeit für Kaffeetanten

Ein Tässchen in Ehren – geringfügiger Kaffeegenuss ist in der Regel kein Problem. Ein ausgeprägter Konsum von koffeinhaltigen Getränken und Nahrungsmitteln dagegen kann nach Ansicht von Experten nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung des Fetus haben und sogar zu Fehlgeburten führen. Obst, Vollkorn- und Milchprodukte gehören zur ausgewogenen Ernährung.Allerdings sind die Ergebnisse verschiedener Studien zu diesem Thema nicht eindeutig. Deshalb wird zur Zeit noch kontrovers diskutiert, welche Grenzwerte für die Aufnahme von Koffein in der Schwangerschaft und während der Stillzeit gelten könnten.

Wein und Hochprozentiges – nein, danke

Alkohol ist in der Lage, die Plazenta- Schranke (Plazenta = Mutterkuchen) zu passieren und somit in den kindlichen Kreislauf zu gelangen. Wird er in größeren Mengen konsumiert, kann er dem Ungeborenen Schaden zufügen. Die Experten sind sich noch nicht ganz einig, welche verbindlichen Grenzwerte zu Grunde gelegt werden sollten. Deshalb ist es in der Schwangerschaft am besten, auf Nummer Sicher zu gehen und bei Wein und Schnaps dankend abzuwinken. In manchen Arzneimitteln ist ebenfalls Alkohol enthalten. Da hier jedoch nur einige Tropfen eingenommen werden, ist die aufgenommene Menge so gering, dass bei einem gesunden Menschen kein Grund zur Besorgnis besteht.